Die Immobilie als Teil der Altersvorsorge

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Gut versorgt im Alter Gut versorgt im Alter © Yuri Arcurs - Fotolia.com

Angeblich ist die Immobilie als Teil einer privaten Altersvorsorge aus der Mode gekommen. In Zeiten der sinkenden Renten und turbulenten Geldmarktentwicklung mit Tendenz zur Inflation ist genau das Gegenteil der Fall.

Mit Immobilien sind viele Vorteile verbunden, jedoch auch einige Risiken. Beachtet man die Risiken und minimiert sie, kann die Immobilie eine gute und tragende Säule der Altersversorgung sein.

Wirtschaftliche Vorteile einer eigenen Immobilie

Wer es während seines Berufslebens geschafft hat seine Immobilie abzuzahlen, lebt als Senior ohne Mietausgaben. Damit ändert sich an den Einkommensverhältnissen praktisch nichts. Das monatliche Budget wird sogar meistens entlastet. Kluge Bauherren planen die Finanzierung daher so, dass sie vor Eintritt in die Rente bewältigt ist. Bewohnt man die Immobilie nicht selbst, erzielt man durch ihre Vermietung regelmäßige Einnahmen, die den Einkommensverlust zwischen Erwerbseinkommen und Rente auffangen.

Viele Eigentümer von Immobilien verkaufen zum Rentenbeginn ihre Immobilie und steigen auf ein altersgerechtes neues Domizil um. Oft ist die bisherige Immobilie zu groß und zu pflegeintensiv geworden oder sie liegt nicht an der gewünschten Stelle für den Ruhestand. In vielen Fällen verbleibt die Immobilie im Familienbesitz, wenn die eigenen Kinder sie übernehmen und dort ihre Kinder großziehen. Die Immobilie garantiert finanzielle Stabilität und Ergänzung des Renteneinkommens. Damit schafft sie einen Freiraum für Entscheidungen, den Rentner im Mietverhältnis in diesem Umfang nicht haben.

Mögliche Risiken für Immobilienbesitzer

Voraussetzung für das Funktionieren einer Altersvorsorge mit Immobilien ist ein Ausschluss verschiedener Fehler oder Risiken. Die Immobilie darf keinen großen Renovierungsstau aufweisen. Sie muss ordentlich gepflegt sein und auf den jeweiligen Stand der Technik umgerüstet sein. Wärmedämmende Maßnahmen an Fenstern, Fassaden und Dach müssen ebenso wie die Heizung modernen Standards entsprechen. Das Versäumen rechtzeitiger Renovierungen kann zur Kostenfalle werden und zu Folgeschäden in der Bausubstanz führen.

Wird die Immobilie vermietet, ist auf die Solvenz des Mieters besonderen Wert zu legen. Neben seiner Bonität sollte auch die Einstellung zum Wohnen in fremdem Eigentum den Vorstellungen des Vermieters entsprechen. So muss z.B. die Pflege von Gartenanlagen und Innenräumen nach Maßstäben des Vermieters gewährleistet sein. Die Auswahl des jeweiligen Mieters sollte deswegen sehr sorgfältig erfolgen. Hier kann ein Immobilienmakler wertvolle Hilfe leisten.. Auch während der Vermietung muss eine Rücklage für Instandhaltung gebildet werden. Reparaturen oder Verbesserungen erhalten so den Mietwert der Immobilie. Mieteinnahmen sind Einkommen und müssen versteuert werden. Im Gegenzug können Reparaturen oder erneute Finanzierungskosten geltend gemacht werden. Es kann daher interessant sein, in Zeiten niedriger Zinsen den Kredit umzufinanzieren, die Immobilie erneut zu belasten und die Summe anzulegen oder in eine weitere Immobilie zu investieren.

 

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